Helden im Dorf und Streuner in der Stadt

Vor drei Nächten haben wir wieder auf einem Camper Abstellplatz geschlafen. In der Nähe der Charlotten Höhle. Tranken Abends noch ein Bier mit Jenny und Wolfgang und sprachen über Gott und die Welt.

Am Morgen frühstückten wir zusammen und packten wieder unseren Pilgerwagen. Panda ist das erste mal  freiwillig in die Box gesprungen. Immer wieder so oft sie wollte, da das Türchen offen blieb. Sie fängt an den Wagen zu schätzen und gönnt sich ab und zu eine Pause.

An dem Abend haben wir dann auch erstmalig eine Familie nach einem Stück Rasen gefragt und durften dann in ihrem Gemüsegarten mit wunderschönem Ausblick schlafen. Davor wurde uns bis jetzt eigentlich immer schon etwas angeboten, bevor wir fragen mussten. Doch in Albeck war alles geschlossen und wir wussten nicht wohin mit uns. Unsere Füße taten weh und wir konnten keinen Schritt weiter.


Am nächsten Tag kämpften wir uns durch Ulm hindurch. Wir mussten ewig an Zug Schienen entlang laufen und Panda zog die ganze zeit an mir. Überall waren laute Autos und wir ertrugen den ganzen Lärm schon gar nicht mehr.

Wir kauften noch was im Supermarkt ein und da waren immer diese Blicke von Menschen, die aussahen als würden sie denken wir seien Obdachlose. Wir sahen die Verachtung in ihren Augen. Wenige sahen direkt, dass wir Weltenbummler sind und fragten uns nach unseren Plänen. Es gab Neid, Unverständnis und viele Fragen.


Auf der anderen Seite von Ulm durften wir Im Garten vom Pfarramt in Wiblingen nächtigen. Dort gab es einen super tolles italienisches Restaurant, der sich richtig als Belohnung für die ganze Aufregung angefühlt hat.


Als wir endlich wieder auf dem Land waren viel uns auf, dass die Verachtung in den Blicken zu purer Bewunderung wechselte. Alle Menschen grüßten uns freundlich und interessiert und wünschten uns die verschiedensten Wünsche. Spaß, gutes Wetter (nicht zu heiß und nicht zu kalt, alles Gute, tolle Begegnungen, viel Erfolg.

Die ersten, die wir am Ende des Tages nach einer Gaststätte fragten luden uns direkt zu sich nach Hause ein. Die  Nachbarn kamen zusammen und wir saßen lange an der Feuerschale, redeten und spielten Musik. Heute machen wir einen Ruhetag, da wir uns hier in Burgrieden super wohl fühlen und das Angebot zu bleiben nicht ausschlagen konnten.

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  1. Melitta Zakel sagt:

    Hallo ihr Drei,
    soo eine freundliche Sonnenblume! Toll eure Erfahrungen!
    Danke für die Berichte. Ich wünsche euch noch viele freundliche Begegnungen!

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